Berufstätige Mütter – Eine Herausforderung

Berufstätige Mutter und glückliches KindIch bin als Mutter nun schon zweimal in den Beruf zurückgekehrt. Beide Male war es komplett anders und beide Male war es nicht leicht. Viele Mütter wollen oder müssen heute arbeiten, bevor das Kind das Kindergartenalter von drei Jahren erreicht. Gesellschaftlich ist dieser Schritt aber immer noch mit Hürden verbunden.

Eine bessere Mutter?
Diese Frage stellt sich unweigerlich, wenn man sich damit befasst, sein Kind in die Krippe zu geben, um wieder arbeiten zu können. Bin ich eine schlechtere Mutter als die, die sich drei Jahre Zeit nur für ihr Kind nehmen kann? Verpassen meine Kinder zu viele Termine, weil ich arbeiten muss und sie daher nicht zu Pekip, Babyschwimmen, Babymassage, Krabbelgruppe, Mutter-Kind-Turnen gehen können?

Erfahrungswerte
Meine Erfahrung bei beiden Kindern ist, dass meine Berufstätigkeit mich nicht zu einer schlechteren Mutter gemacht hat, ich mich wohl aber selbst einem viel größeren Stress ausgesetzt habe. Denn hin- und hergerissen zwischen der Angst meinen Kindern zu schaden und auf der anderen Seite nicht die Kollegin, sondern „die mit dem Kind“ zu sein, habe ich mich selbst großem Druck ausgesetzt und mir immer viel abverlangt. Meine Kinder haben aber beide die Tatsache gut verkraftet, dass ihre Mama arbeitet. Auch wenn die Große bereits nach fünfeinhalb Monaten ganztägig auf ihre Mama verzichten musste. Beide sind ausgeglichen, fröhlich und so großartig, wie eine Mama ihre Kinder nur finden kann.

Den richtigen Job haben
Glückliches KindBeim zweiten Kind war ich bereits viel mehr im Leben angekommen und der erste große Ehrgeiz war abgeklungen. Ich hatte mich in meinem Job gefunden. Das macht viel aus. Denn die Entscheidung, von nun an nur noch halbtags zu arbeiten und erst mal zwei volle Jahre zu Haus zu bleiben, die war sehr schnell und ohne Reue getroffen. Das liegt aber auch daran, dass ich großes Glück mit meinem Arbeitgeber habe. Man hat sich sehr flexibel auf meine Rückkehr eingestellt und meine direkten Kolleginnen sind alle Mütter, was großes Verständnis bedeutet. Mein Hobby, das Schreiben, deckt inzwischen einen Teil der entstandenen finanziellen Lücke, sodass alles gut ist.

Das Umfeld entscheidet?
Ein wichtiger Aspekt ist, dass das Umfeld in dieser Lebensfrage sehr viel Einfluss nimmt. Allein die Frage, ob man einen Betreuungsplatz für sein Kind findet, entscheidet sehr oft über die Karriere einer Mutter. Viele verzichten auf den sicheren Job, um beim Kind zu bleiben und haben dann später trotz guter Qualifikation wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die „Gefahr“ ist ja groß, dass ein weiteres Kind kommt. Aber nicht nur bei den Kleinen ist Betreuung ein Thema. Habt ihr 6 Wochen Sommerferien überbrückt und es geschafft, noch Urlaub für die Herbstferien und Weihnachten übrig zu haben? Ja? Dann habt ihr sicher Großeltern, die hier einen großen Teil der Zeit abdecken. Auch das gehört zum Umfeld und wird immer wichtiger.

Das Wichtigste am Ende aber ist, dass ihr gute Mütter seid, wenn ihr glückliche Kinder habt und euch selbst auch gut fühlt. Das entscheidet – und nicht der verpasste Pekip-Kurs!

Eure Mama Peggy

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