Babymilch für Anfänger

Mama reicht dem Baby die Flasche

Die Milch macht’s!

Babys brauchen in ihrem ersten Lebensjahr sehr viel Milch, in den ersten fünf bis sechs Monaten ernähren sie sich ausschließlich davon. Stillen ist unumstritten das Beste fürs Baby.

Doch manchmal können oder möchten Mütter ihrem Kind nicht die Brust geben und dann kommen die große Fragen auf: Welche Milchnahrung braucht mein Kind? Pre-, HA- oder Spezialmilch? Die Regale in den Drogeriemärkten sind voll davon!

Wir helfen euch, einen Überblick zu bekommen.        

Stillen: Ja oder nein?

Mutter Natur hat es schon sehr clever eingerichtet: Das Baby ist auf der Welt und wenn alles gesund und munter ist, kann es direkt an die Brust und fängt im Idealfall sofort an zu nuckeln. Es sind hier allerdings einige „Wenns“ im Spiel: Wenn das Neugeborene fit ist, wenn es der Mutter gut geht, wenn die frischgebackene Mama stillen möchte bzw. kann, wenn das Kind es möchte und und und.

Es gibt einige Gründe, warum es mit dem Stillen manchmal nicht klappt. In solchen Fällen ist es wichtig für Mama und Papa zu wissen: Es ist kein Drama!

Die künstliche Babymilch ist heutzutage so gut, dass sie sich kaum von der Muttermilch unterscheidet. Man muss sich nur im Babymilch-Dschungel ein bisschen auskennen. Es ist nämlich ganz schön verwirrend mit den unterschiedlichen Milcharten. Wir klären auf!

Unterschiedliche Milcharten: Was kommt ins Fläschchen?

Wenn ihr vor dem riesigen Sortiment an Babymilch im Drogeriemarkt steht, ist die Auswahl überwältigend. Daher ist es wichtig zu wissen, was euer Baby in welchem Alter braucht:

  • Pre-Milch oder auch Startmilch

Da die Pre-Milch oder auch Startmilch der Mamamilch am ähnlichsten ist, wird diese dem Baby unmittelbar nach der Geburt und in den ersten Lebenswochen gegeben. Sie ist dünnflüssig und enthält an Zucker nur Laktose (Milchzucker), andere Kohlenhydrate sind in dieser Milchnahrung verboten. Auch in puncto Eiweiß ist die Pre-Milch der Muttermilch sehr angeglichen.

  • 1er-Babymilch oder auch Anfangsmilch

1er-Babymilch oder auch Anfangsmilch beinhaltet mehr Kohlenhydrate (meist glutenfreie Maisstärke) als Pre-Milch und ist dadurch dickflüssiger. Sie bleibt länger im Magen-Darm-Trakt, wodurch das Baby länger gesättigt ist. Diese Milch ist daher für sehr hungrige Kinder ideal. Viele Babys schlafen mit der 1er-Milch besser, weil sie nachts nicht mehr so oft der Hunger weckt.

  • 2er-Babymilch oder auch Folgemilch

Ab dem fünften Monat können Babys mit der 2er- oder auch Folgemilch genannt beginnen. Folgemilch enthält mehr Nährstoffe und damit auch mehr Kalorien sowie einen gesetzlich vorgeschriebenen Anteil an Eisen und Jod. Je nach Hersteller ist in der 2er-Babymilch zusätzlich auch noch Zucker in Form von Glukose oder Maltodextrin beigefügt. Eine Umstellung auf 2er Babymilch ist laut Forschungsinstitut für Kinderernährung nicht zwingend notwendig.

  • HA-Babymilch

HA-Babymilch ist speziell für Babys entwickelt worden, die allergiegefährdet sind. Wenn in eurer Familie Kuhmilchallergie ein Thema ist, dann solltet ihr hypoallergene (HA) Babymilch in Betracht ziehen. Um einer allergischen Abwehrreaktion gegen Kuhmilcheiweiß vorzubeugen, ist in HA-Milchnahrung das Eiweiß in kleine Bruchstücke gespalten. Damit soll der Darm des Kindes überlistet werden: Weil er das gespaltene Eiweiß nicht als fremdartig ansieht, lässt er es ohne Reaktion passieren. Hypoallergene Milch gibt es als HA 1(Anfangsmilch) und HA 2 (Folgemilch). Existiert kein erhöhtes Allergierisiko, braucht ihr nicht vorbeugend HA-Milch geben.

  • Spezial-Babymilch

Für Säuglinge, die bereits eine Kuhmilchallergie haben, ist die HA-Babymilch nicht ausreichend gespalten. Betroffene Babys brauchen eine Milch, deren Eiweiß in allerkleinste Bestandteile zerstückelt (also „vorverdaut“) ist, damit sie die Nahrung verdauen können. Wenn ihr wisst, dass euer Kind allergisch auf Milch reagiert, dann braucht es Spezial-Babymilch. Sie wirkt regulierend bei Blähungen, Koliken und Verstopfung, erfüllt aber gleichzeitig wie eine normale Säuglingsnahrung alle ernährungswissenschaftlichen Anforderungen für ein normales Wachstum und eine gesunde Entwicklung.

Bei Unsicherheiten: Hebamme oder Kinderarzt helfen

Nun kennt ihr die Unterschiede zwischen den Babymilcharten, doch ihr seid immer noch unsicher, welche Milch für euer Kind die richtige ist? Das ist völlig normal, jedes Baby ist schließlich anders und hat seine eigenen Bedürfnisse. Eure Nachsorgehebamme oder euer Kinderarzt helfen euch hier am besten weiter – wie so oft im Leben ist einmal zu viel gefragt definitiv besser als einmal zu wenig…

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