Besondere Stunden mit Papa

Kind spielt mit Papa ein Spiel

(c): cicisbeo – Fotolia. com

Die Rolle der Väter in der Familie hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr gewandelt.

Für werdende Papas ist es ganz selbstverständlich geworden zum Geburtsvorbereitungskurs mitzugehen, bei der Geburt dabei zu sein, Elternzeit zu nehmen, zu wickeln und sich genauso viel um das Kind zu kümmern wie die Mutter.

Das ist sehr gut so. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Kinder mit sicherer Bindung zum Vater später seltener an psychischen Krankheiten leiden.

Erfahrt hier, wie Papas mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen können und wie der Spagat zwischen Job und Familie gelingen kann.

Die neue Rolle der Väter

Es ist lange her, dass Papas in der Familie nur die Ernährer waren und lediglich am Wochenende etwas Zeit für ihre Kinder hatten.

Heute nehmen immer mehr junge Väter Elternzeit, um viele gemeinsame Stunden mit ihrem Baby verbringen zu können. Sie schaffen Freiräume für besondere Papa-Kind-Stunden, fahren mit ihren Sprösslingen alleine in den Urlaub, engagieren sich in Kindergarten und Schule, nehmen allgemein viel mehr Teil am Leben des Kindes als noch vor 20 oder 30 Jahren. Denn nur wenn Papa und Kind Zeit miteinander verbringen, kann eine innige, stabile und liebevolle Beziehung entstehen.

Vor allem Babys und Kleinkinder brauchen die ungestörte Zeit mit Papa. Mamas sind für Babys die erste und zunächst wichtigste Bezugsperson. Daher müssen sich die Papas ganz schön ins Zeug legen. Zeit fürs Schmusen, Streicheln, Geschichten vorlesen, Singen oder Spielen sind jetzt besonders wichtig.  Das schafft Nähe und Vertrautheit. Das Kind spürt in solchen Momenten, dass es wichtig ist, geliebt und wertgeschätzt wird.

Papas sind cooler, Mamas sorgen sich mehr

Papas sind anders als Mamas. Sie spielen anders, erziehen anders und verhalten sich anders.

Für Kinder bedeutet diese Unterschiedlichkeit einen enormen Gewinn. Ihr Entwicklungsantrieb wäre nicht so groß, wenn Papa sich exakt so verhalten würde wie Mama. Mütter und Väter stellen eine Ergänzung dar, die den Horizont der Kinder erweitert und sie um bestimmte Erfahrungen reicher macht.

Der Vorteil der Väter ist oft, dass sie meist schneller handeln und weniger nachdenken. Sie animieren das Kind auf den Baum zu klettern, damit es sich selbst etwas zutraut. Mütter sorgen sich viel schneller und haben Angst um ihr Kind.

Das heißt aber nicht, dass Väter nur für die wilderen Spiele oder die Mutproben zuständig sind. Sie können genauso sanft, geduldig oder zart besaitet sein wie die Mütter.

Tipps für Vater-Kind-Erlebnisse

Es gibt viele spannende Aktivitäten, die Kinder mit ihrem Papa erleben können. Besondere Erlebnisse schweißen zusammen, stärken die Bindung, schaffen Innigkeit und Vertrauen.

Gemeinsame Erinnerungen zu schaffen ist sehr wichtig. Ein Urlaub zu zweit am Meer, Wandern in den Bergen oder Zelten am See bescheren unvergessliche Stunden mit Papa.

Aber es müssen nicht immer große Aktionen sein, sagen Psychologen. Es sind häufig die weniger lauten Stunden, die für Intimität und Geborgenheit sorgen. Kinder lieben es auf dem Sofa zu kuscheln, vorgelesen zu bekommen, in Fotoalben zu blättern oder gemeinsam zu basteln oder zu kochen.

Trotz Arbeitsstress Zeit fürs Kind haben 

In den meisten Familien arbeiten die Väter immer noch mehr als die Mütter. Sich nach einem anstrengenden Arbeitstag Zeit für die Kinder zu nehmen ist keine leichte Aufgabe. Aber eine so wichtige.

Dabei ist es entscheidend, die Zeit mit Papa nicht zum Ausnahmezustand zu erklären, sondern sie für das Kind als Familienzeit zu gestalten. Das bedeutet, dass es manchmal ein besonderes Spiel oder vielleicht noch eine tolle Unternehmung gibt, an anderen Abenden ist einfach Beisammensein angesagt.

Egal, wie die gemeinsame Zeit miteinander verbracht wird – Kinder profitieren ein Leben lang davon, wenn sie einen Vater hatten, der viele gemeinsame Stunden mit ihnen verbracht hat.

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