Schwangerschaftsmythen

blonde SchwangereIn der Schwangerschaft sind der Körper und die Psyche einer Frau im völligen Ausnahmezustand. Die Hormone spielen verrückt, der Body verändert sich komplett und gefühlsmäßig wird wie irre Achterbahn gefahren.

Aber stimmt es, dass Schwangere ständig unbändige Heißhungerattacken haben?

Und dass sie nicht fliegen sollten?

Wenn die Morgenübelkeit ganz schlimm ist, wird es dann wirklich ein Mädchen?

Und darf sie ihre Haare nicht färben?

Diese und andere Schwangerschaftsymythen nehmen wir mal genau unter die Lupe und verraten euch, welche wahr sind und welche nicht.

Mythos 1: Morgenübelkeit? Dann wird’s ein Mädchen!

Nicht unbedingt, aber möglich!

Zumindest für heftige Morgenübelkeit kann dieser Mythos zutreffen, sagt eine schwedische Studie. Hier brachten Schwangere, die über starke Übelkeit klagten, öfter Mädchen als Jungen zur Welt. Die höhere Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG im Blut könnte eine Erklärung dafür sein.

Mythos 2: Schwangere wollen ständig Süßes essen!

Das stimmt nicht ganz. Schwangere verspüren viel mehr Lust auf Salziges und Saures als auf Süßes.

Warum? Vermutlich liegt es an dem erhöhten Östrogenwert, der den Speichel süßer schmecken lässt. So wird das Verlangen nach Zucker gebremst und die Vorliebe auf Herzhaftes gesteigert.

Mythos 3: Fliegen mit Bauch – Ein Risiko fürs Kind!

Nein, ganz so streng wird das heutzutage nicht mehr gesehen. In den meisten Fällen spricht nämlich nichts dagegen in der Schwangerschaft zu fliegen.

Trotzdem sollte jede Schwangere zuvor unbedingt ihren Frauenarzt fragen, ob es aus ärztlicher Sicht in Ordnung ist, den Flug anzutreten.

Ideal ist eine Flugreise im mittleren Trimester. Da fühlt sich eine Schwangere am fittesten.

Am Ende der Schwangerschaft, sprich ab der 30. Woche ungefähr (ist von Airline zu Airline unterschiedlich) nehmen die Fluggesellschaften Schwangere nicht mehr mit, da das Risiko für frühzeitigen Wehen an Bord zu hoch ist.

Mythos 4: Während der Schwangerschaft darf man die Haare nicht färben!

Bewiesen ist es nicht, aber die Antwort sollte vorsichtshalber „es stimmt“ lauten. Bisher ist zu wenig darüber bekannt, ob die Verwendung chemischer Haarfarbe während der Schwangerschaft ungefährlich ist oder nicht.

Da die Stoffe aus der Haarfarbe in den Organismus des ungeborenen Babys gelangen könnten, verzichten viele Frauen daher vorsichtshalber vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft auf das Färben und Tönen der Haare.

Mythos 5: Sex am Eisprungtag – dann wird es ein Junge!

Eine Garantie gibt es nicht, aber an diesem Mythos ist in der Tat etwas dran: Sex am Eisprungtag oder kurz danach erhöht die Chance auf einen Jungen, da die männlichen Spermien viel schneller sind als die weiblichen und so das Rennen zur Eizelle gewinnen.

Ein Mädchen würde im Umkehrschluss eher entstehen, wenn der Sex zwei bis drei Tage vor dem Eisprung stattfindet, weil die weiblichen, langsameren (aber langlebigeren) Spermien dann ruhig warten bis die Eizelle kommt. Die männlichen sind einfach weniger geduldig.

Mythos 6: Schwangere müssen für zwei essen!

Dass Mamis für zwei essen sollten, ist ein Irrglaube. Nur rund 250 Kalorien mehr pro Tag braucht der Körper ab der 16. Schwangerschaftswoche, das ist ungefähr so viel wie eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse.

Es kommt nicht auf die Menge an, sondern auf die Qualität! Auf dem Speiseplan sollten viel Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukten stehen.

Mythos 7: Das Baby holt sich, was es braucht!

Ja, das stimmt, allerdings muss eine Schwangere auf einige Dinge bei ihrer Ernährung achten. Eine ausreichende Versorgung mit Milch- und Milchprodukten während der Schwangerschaft ist essentiell, da das Ungeborene viel Calcium braucht.

Auch Folsäure, Jod und Eisen sind sehr wichtig. Eine ausreichende Zufuhr an Folsäure ist oftmals eine besondere Herausforderung, da Folsäure nur in bestimmten Lebensmitteln enthalten ist. Alle Schwangere sollten daher Folsäure in Tablettenform zusätzlich zu sich nehmen.

Jod ist vor allem in Jodsalz enthalten, Eisen in Fleisch, Wurst, Eigelb, Linsen, weißen Bohnen, Hirse, Erbsen und Haferflocken.

Schwangere, die sich nicht sicher sind, ob sie genug Eisen und Jod über die Ernährung aufnehmen, sollten über Nahrungsergänzungsmittel mit ihrem Arzt sprechen.

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