Das Stillen: Ein natürliches Wunder

Mutter mit BabySich in völliger Symbiose mit dem Baby fühlen – so beschreiben frischgebackene Mamis immer wieder das Wunder Stillen. Von der Natur so fabelhaft eingerichtet, fangen Babys direkt nach der Geburt beim Anlegen an die Brust instinktiv an zu saugen. Das Stillen stärkt nicht nur die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind, es fördert das Wohl des kleinen Erdenbürgers und liefert alle notwendigen Nährstoffe, die ein Neugeborenes braucht, um sich prächtig zu entwickeln. Doch wie lange sollte gestillt werden? Und wie funktioniert das Abstillen? Wann ist der beste Zeitpunkt? Hier findet ihr einige Antworten auf diese spannenden Fragen rund um das große Thema.

 

Die Vorteile des Stillens für Baby und Mama
Es gibt so viele Still-Vorteile, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Für die Gesundheit eines Babys gibt es einfach nichts Besseres, da Muttermilch das Immunsystem des Neugeborenen stark macht gegen Infektionskrankheiten und zusätzlich vor Allergien schützt. Außerdem passt sich die Milch den Ernährungsbedürfnissen des Kindes ganz genau an und auch der Bedarf ist perfekt abgestimmt. Gestillte Kinder haben seltener Verstopfungen oder Blähungen, da die Zusammensetzung der Nährstoffe in der Muttermilch optimal ist. Kieferorthopäden betonen zudem, dass die Entwicklung des Gaumens und Kiefers durch das Stillen hervorragend gefördert wird. Stillen schafft aber nicht nur dem Baby Vorteile, auch die Vorzüge für euch Mütter sind nicht zu vergessen: Stillen ist so wunderbar einfach – die Milch ist immer und überall verfügbar, sie ist stets richtig temperiert und hygienisch einwandfrei. Und es spart einiges an Kosten! Auch tut ihr eurem Körper etwas Gutes damit, denn die Rückbildungsvorgänge nach der Geburt werden gefördert und das Brustkrebsrisiko verringert. Last but not least löst Stillen ein unglaubliches Glücksgefühl aus, das manch anstrengende Nächte überstehen lässt. Für die Stärkung der emotionalen Bindung zwischen euch und eurem Baby ist Stillen zweifellos von riesigem Vorteil: Das Baby hört beim Trinken euren Atem, Herzschlag und eure Stimme, die ihm immer vertrauter werden und es beruhigen. Der intensive Hautkontakt ist lebensnotwendig für die geistige und körperliche Entwicklung des Babys.

Wann sollte man sein Baby nicht stillen?
StillenWirkliche Gründe, die gegen das Stillen sprechen, gibt es nur wenige. Wenn Mütter jedoch starke Medikamente wie Antidepressiva oder Blutdrucksenker einnehmen müssen, die nicht stillfreundlich sind und dem Neugeborenen schaden könnten, raten Ärzte vom Stillen ab. In seltenen Fällen „funktioniert“ es aber auch einfach nicht. Nachgeburtlicher Stress oder Schmerzmittel während der Geburt können den Milcheinschuss verzögern, so dass nicht genug Milch für das Baby da ist. Aber keine Sorge, bei den allermeisten Mamis klappt’s mit dem Stillen wie geschmiert!

Abstillen: Ein kleiner Abschied
Vielen Mamis fällt der Entschluss ihr Baby abzustillen nicht leicht, denn es ist wie ein kleiner Abschied: von der intensiven Nähe und der besonderen Zweisamkeit. Das Abstillen ist ein erster winziger Schritt des Kindes in die Selbstständigkeit. Den „richtigen“ Moment zum Abstillen gibt es nicht. Wann ihr damit anfangen wollt, ist eure ganz persönliche Entscheidung. Hebammen und Kinderärzte empfehlen eine volle Stilldauer von sechs Monaten und dann nach und nach die Brustmahlzeiten mit Beikost zu ersetzen. Ein sanftes, langsames Abstillen ist nicht nur fürs Baby angenehmer, auch für Mamas Seele und Brust. Denn ein zu abruptes Abstillen kann zu Milchstau und Brustentzündungen führen. Im Idealfall lasst ihr pro Woche eine Milchmahlzeit weg und gewöhnt euer Kind allmählich an festes Essen wie pürierte Karotte, Pastinake und Kartoffel. So kann sich euer Baby in Ruhe umstellen und eure Brust kann langsam die Milchmenge reduzieren. Sprecht am besten mit eurer Hebamme über das genaue Wann und Wie. So könnt ihr einen detaillierten Abstill-Plan erstellen, der zu euch und eurem Sprössling passt.

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