Mutter-Kind-Kur

Gestresste Mutter mit KindMutter sein ist anstrengend. Ob mit einem, zwei oder mehreren Kindern, verheiratet oder alleinerziehend, berufstätig oder nicht – der Alltag zwischen Windeln wechseln, Kochen, Kindergarten, Schule, Job und Partnerschaft kann einem zwischendurch einfach mal zu viel werden. Stress, Krankheiten und Depressionen können die Folge sein.

Müssen sie aber nicht! Es gibt tolle Mutter-Kind-Kuren, die Erholung und eine Auszeit von der Hektik und der Arbeit bieten.

Wenn ihr nämlich vorbeugend auf euch selbst ein bisschen mehr achtet und ihr euch somit besser fühlt, dann ist das Familienleben viel entspannter zu managen.

Wer Anspruch auf solch eine Kur hat und wie ihr sie beantragt, erfahrt ihr hier.

Was ist das Ziel einer Mutter-Kind-Kur?

Dauerstress macht krank. Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen oder Migräne sind nur einige Erschöpfungsanzeichen, die auftreten können, wenn Mütter zu wenig Zeit für sich selbst haben. Mit einem Kurzurlaub ist es da meist nicht getan. Damit gestresste Mamis sich wirklich erholen können, brauchen sie richtig Abstand vom Alltag und medizinische Betreuung.

In erster Linie ist eine Mutter-Kind-Kur eine vorbeugende Maßnahme. Während der Kur lernen Mütter Kraft zu schöpfen und Grenzen zu setzen, um den Alltag besser zu bewältigen.

Für jede Mutter gibt es bei der Mutter-Kind-Kur einen individuellen, auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmten Maßnahmenplan, der meist aus Bewegungsübungen, psychotherapeutischen Gesprächen, Erziehungs-, Ernährungs- und Gesundheitsberatung, sowie Betreuung des Kindes besteht.

Die Voraussetzungen für eine Kur

Grundsätzlich können alle Mütter eine Mutter-Kind-Kur beantragen, wenn eine Empfehlung vom Arzt vorliegt und die Trennung vom Kind über einen Zeitraum von drei Wochen nicht möglich oder unzumutbar ist.

Wichtig ist, dass man sich bewusst ist, dass eine Rehabilitationsmaßnahme kein Urlaub auf Rezept ist, sondern eine Hilfe zur Selbsthilfe, die mit ärztlichen Anweisungen und Ratschlägen den zukünftigen Alltag erleichtern soll.

Wie beantrage ich eine Mutter-Kind-Kur?

Glückliche Mutter mit KleinkindDen Kur-Antrag müsst ihr zusammen mit einem Attest und einer Selbstauskunft bei eurer Krankenkasse einreichen. Entscheidend ist, was in der Kurempfehlung, sprich dem Attest, steht.

Hilfe beim Ausfüllen des Antragbogens und Hinweise darauf, welche Formulierungen das ärztliche Attest für die Mutter-Kind-Kur enthalten muss, gibt es bei den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände. In einem Selbstauskunftsbogen habt ihr die Möglichkeit, eure Gesamtsituation ausführlich zu beschreiben. Zusätzliche Belastungen, wie etwa finanzielle Probleme oder ein krankes Kind, sollten unbedingt erwähnt werden.

Wie sieht ein typischer Kurplan aus?

Eine Kur mit Kind geht meist über drei Wochen. Nach einem ausführlichen Gesundheitscheck wird der Therapieplan festgelegt. Neben medizinischen Anwendungen gehören Gymnastik, Massagen und Fangopackungen sowie Gespräche mit psychologischem Hintergrund zum Angebot.

Ein begleitendes Kleinkind wird während des Aufenthalts im Kurkindergarten untergebracht, ältere Kinder bekommen Schulunterricht.

Die Alternative: Vater-Kind-Kur

Auch Väter leiden unter Stress. Seit 2002 gibt es die Alternative zur Mutter-Kind-Kur: die Vater-Kind-Kur.

Allerdings fristet sie noch immer ein Schattendasein. Nur ein Bruchteil der Anträge auf Eltern-Kind-Kuren wird von Vätern gestellt. Dabei haben sie grundsätzlich denselben Anspruch auf eine Kur wie Mütter.

Bei der Beantragung ist wichtig glaubhaft darzustellen, dass der Vater schwerpunktmäßig das Kind versorgt und ihm der Arzt seinen Erschöpfungszustand attestiert. Einer Genehmigung dürfte dann nichts im Wege stehen.

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