Pucken – Kuschelige Enge, die Babys beruhigt

PuckenIhr Wonneproppen schreit viel, ist oft unruhig, wirbelt häufig mit den Armen und Beinen umher und findet keinen Schlaf? Dann könnte Pucken helfen! Hierbei handelt es sich um eine uralte Methode der Säuglingspflege, die schon die Römer beherrschten.

Pucken – so geht‘s!
Das Baby wird fest in ein Tuch gewickelt, um seinen unkontrollierten Bewegungsdrang zu hemmen. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass gepuckte Babys besser einschlafen, länger schlummern und weniger schreien. Die zärtlich begrenzte Umgebung mit sanftem Druck schafft Geborgenheit und Wärme, die Ihr Sprössling schon in Ihrem Bauch liebte. Beim Pucken ist es extrem wichtig, dass Ihr Baby eng genug eingewickelt ist. Breiten Sie dazu ein flauschiges Moltontuch oder eine feine Wolldecke aus und schlagen Sie die obere Ecke nach unten ein. Je nach Temperatur braucht Ihr Sprössling nicht viel Kleidung darunter, meist genügen ein Body und ein leichtes Oberteil. Legen Sie Ihr Baby nun auf das umgeschlagene Tuch, wobei die Schultern auf der oberen Kante aufliegen sollten. Falten Sie nun die untere Ecke bis zur rechten Schulter hoch und klemmen Sie das Tuch unter der Schulter fest. Legen Sie nun die rechte Ecke der Decke stramm über das Baby und schlagen Sie sie unter seiner rechten Körperhälfte ein. Achten Sie darauf, dass die Arme am Körper anliegen und nicht angewinkelt sind. Dann wird die linke Ecke über das Baby gelegt und unter der linken Körperhälfte eingeschlagen. Fertig!

Alternative: Der Pucksack
Anstatt den Säugling mit einer Decke zu pucken, können Sie auch einen Pucksack benutzen. Dabei entfällt das aufwendige Wickeln, was mache Mamis als sehr hilfreich empfinden. Das Baby wird in den Pucksack gelegt und mit Klettverschlüssen oder Schlaufen fest eingepackt. Ganzkörper-Pucksäcke sind kinderleicht in der Anwendung und genauso gut wie das Pucken mit einer Decke. Passen Sie beim Kauf jedoch unbedingt auf, dass Sie einen richtigen Pucksack kaufen. Immer wieder werden Produkte als Pucksack angeboten, die im Grunde nur aus einem etwas engeren Schlafsack ohne Arme bestehen. Hier wird der Sinn des Puckens komplett verfehlt, da Arme und Beine nicht fixiert werden können. Hebammen empfehlen häufig Säcke der Marken SwaddleMe oder BabyBonkie.

Wie lange soll ich mein Baby pucken? 
Da jedes kleine Wesen einmalig ist, hängt dies in erster Linie von Ihrem Kind und seiner Entwicklung ab. Generell sagt man, dass ein Baby das Pucken besonders in den ersten fünf Lebensmonaten sehr schätzt. Unkontrollierte Bewegungen, die vom Moro-Reflex ausgelöst werden, führen dazu, dass sich Ihr Kleines erschreckt und zu schreien anfängt. Als Moro-Reflex bezeichnet man das ruckartige Strecken des Körpers, der Arme, Spreizen der Finger und Öffnen des Mundes. Wenn Sie mit dem Pucken aufhören wollen, gibt es einen guten Rat: Gewöhnen Sie Ihr Baby langsam und liebevoll ab. Plötzliches Weglassen kommt erfahrungsgemäß nicht so gut bei den Babys an. Wickeln Sie Ihren Sprössling jeden Tag ein bisschen weniger fest ein. Sie werden sehen, Ihr Baby wird davon gar nichts mitbekommen, bis es nach einiger Zeit ganz ohne Pucken auskommt.

* Unsere Tipps sind keine handfeste Anleitung! Sollten Sie dies zum ersten Mal ausprobieren wollen, lassen Sie sich zuerst fachmännisch von einer Hebamme o.ä. vor Ort einweisen.
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