Schnuller – beruhigender Begleiter fürs Baby

Nuckelndes BabyAlle Babys haben fürs Nuckeln eine besondere Vorliebe. Schon in Mamas Bauch saugen Ungeborene an Fingern oder Daumen. Der Saugreflex ist ein natürlicher Instinkt und dem Baby angeboren. Kurz nach der Geburt sucht das Neugeborene intuitiv nach Mamas Brustwarze und fängt an zu nuckeln. Der Griff zum Schnuller als Beruhigungssauger liegt daher nah. Wichtig ist nur, dass dies mit Fingerspitzengefühl geschieht.

Gutes Timing und Sauberkeit sind entscheidend
Saugen tut Babys Seele gut. Es hilft beim Einschlafen und beim Entspannen. Denn beim Saugen werden Hormone im kleinen Babykörper produziert, die beruhigen. Auch fördert es die Verdauung. Ihr solltet eurem Neugeborenen einen Schnuller jedoch nicht zu früh geben, denn das kann sich negativ aufs Stillen auswirken. Hebammen raten davon ab, dem Säugling in den ersten zwei Lebenswochen einen Schnuller anzubieten. Das Baby sollte erst das Saugen an der Brust vernünftig gelernt haben. Es könnte verwirrt sein, wenn es plötzlich einen Schnuller bekommt, bei dem die Saugtechnik eine ganz andere ist als beim Stillen. Wenn der Schnuller dann nach einigen Wochen in das Leben eures Wonneproppens eingeführt ist, solltet ihr unbedingt auf Sauberkeit achten. Er sollte regelmäßig ausgekocht werden und bei täglicher Benutzung auch täglich gewaschen werden. Ablecken von Schnullern ist ein No-Go, dabei können nämlich Bakterien von Mama oder Papa auf das Baby übertragen werden. Alle zwei bis drei Monate sollte der Schnuller ausgetauscht werden.

Babys sollten nicht „zugestöpselt“ werden
Ganz klar, euer Kind sollte nicht tagein, tagaus den Schnuller im Mund haben. Ausschlaggebend ist ein gezieltes Einsetzen. Ein Baby sollte auch nie gegen seinen Willen „zugestöpselt“ werden. Nach dem Motto: „Nimm und sei ruhig.“ Manchmal wollen Babys einfach nur in den Arm genommen werden, Wärme und Nähe spüren. Auch Langeweile kann zu Quengelei und schlechter Laune führen – in diesem Fall braucht euer Kind vielleicht Hilfe in ein Spiel zu finden. Wenn die Abhängigkeit zum Schnuller zu groß wird und euer Sprössling ständig nur nuckeln will, dann könnte dies ein emotionaler Hilfeschrei sein. Findet heraus, was euer Kleines braucht. Hat es Hunger oder Durst? Oder braucht es einfach mehr Zuneigung und Aufmerksamkeit?

So klappt es mit der Abgewöhnung
Um den dritten Geburtstag herum empfehlen Zahnärzte mit der Abgewöhnung des Schnullers zu beginnen. Zwar sind Schnuller nicht so schädlich wie das Daumenlutschen, aber bei Dauergebrauch können sie auch zu Zahnfehlstellungen und Kieferverformungen beim Kleinkind führen. Die Abgewöhnung kann Kind und Eltern vor eine große Probe stellen. Es gibt aber ein paar hilfreiche Tipps, die diesen Schritt erleichtern: Reduziert zunächst die „Schnullerzeiten“ langsam, aber stetig, bis euer Kind den Schnuller nur noch zum Schlafen braucht. Bleibt konsequent – Euer Kind gewöhnt sich schnell an diese neue Regelung. Vereinbart nun mit eurem Kind einen Termin, an dem der Schnuller komplett abgegeben wird – zum Beispiel an Ostern oder Nikolaus. In manchen Familien kommt auch die „Schnullerfee“. Wenn euer Kleines seinen Schnuller freiwillig aufgibt, dann legt ihm die „Schnullerfee“ dafür etwas Besonderes an den Ort, von dem sie den Schnuller mitgenommen hat.

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