Internetsucht – ist mein Kind gefährdet?

Das Internet ist ein breites Feld, das viele Kinder und Jugendliche als eine interessante Spielwiese ansehen. Doch das Surfen durch Netz oder das Nutzen diverser Apps, sollte mit Vorsicht genossen werden. 

Der Fluch des Smartphones

Wer ein Smartphone bei sich trägt wird geradezu automatisch dazu verleitet, immer online zu sein. Sei es auf sozialen Netzwerken oder beim „Zocken“ von Online Games. Über das Smartphone kann jeder jederzeit in die virtuelle Welt abtauchen. Doch wer alle fünf Minuten in die digitale Welt verschwindet, verpasst nicht nur das echte Leben, sondern ist zudem noch hoch gefährdet einer Internetsucht zu erliegen.

Die ersten Anzeichen

Klare Anzeichen dafür? Das Kind reagiert aggressiv oder gar depressiv, wenn es nicht ins Netz kann. Es bevorzugt nur noch knappe, aussagelose Kommunikation und ist meistens mit dem Blick Richtung Boden – auf das Smartphone – beschäftigt. Egal ob im Auto, beim Essen oder im Kinderzimmer. Das Kind ist außerdem oft launisch und zieht sich immer mehr zurück. Darüber hinaus kann es außerdem sein, dass frühere Hobbys wie Klavier- oder Fußball spielen keine große Relevanz mehr haben und das Internet offensichtlich vorgezogen wird.

Spätestens jetzt muss auf jeden Fall ein aufklärendes Gespräch mit den Eltern und damit auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Onlinezeit her!

Warum eigentlich online?

Studien haben gezeigt, dass Jungs eher zum Spielen von Onlinegames im Netz sind. Dagegen surfen Mädchen, um sich in Chats auszutauschen. Jungs können bei dieser Aktivität  Helden sein und streben nach Anerkennung, während Mädchen in Foren nach Antworten auf „Mädchenfragen“ suchen oder mit Freundinnen tratschen. Dabei ist Studien zufolge bereits jedes 10. Kind gefährdet einer Internetsucht zu erliegen. Laut Experten verführen jedoch gerade Onlinegames zur Sucht. Denn man will immer weiter kommen, neue Level erreichen und es sich selbst und anderen beweisen allen Herausforderungen gewachsen zu sein. Alles was da hilft ist von Anfang an eine klare Kommunikation mit dem Kind und das einführen von strickten Regeln.

Regeln einführen

Regeln sollte man am besten noch vor dem Kauf eines Smartphones, Tablets oder PCs einführen. Das Surfen durchs Netz sollte eine „Besonderheit“ sein und nicht selbstverständlich. Je jünger das Kind, umso kürzer sind die Spielzeiten im Internet.

Grundsätzlich sollte das Kind jedoch mindestens 8 Jahre alt sein. Hier könnt ihr mit 30 min kontrollierter Internet-Zeit beginnen.  Wichtig hierbei: Chatten oder die Nutzung von sozialen Netzwerken sollte erst ab einem späteren Alter ( etwa 13 Jahre) angebracht sein. Die Internetzeit sollte in höherem Alter jedoch auch keine 1,5 Stunden überschreiten. Alles in Maßen. Außerdem sollten sich die Eltern auf jeden Fall über die Apps und Spiele ihrer Kinder vorher informieren und immer wissen, was ihre Schützlinge konsumieren.

Vorbildfunktion

Ihr solltet euren Kindern außerdem selbst gute Vorbilder sein und das Smartphone nach Möglichkeit nicht exzessiv vor den Kindern nutzen. Diese werden neugierig oder denken, sie würden etwas verpassen. Social Media Zeit sollte also nach Möglichkeit auf den Abend verschoben werden, wenn die Kinder bereits schlummern. Setzt euch außerdem intensiv mit den Inhalten auseinander, die eure Kinder konsumieren. Dies ist wahnsinnig wichtig. Dadurch könnt ihr nicht nur mitreden, sondern könnt eure Kinder im Vorfeld und viel gezielter über potentielle Gefahren aufklären.

Kontroll Apps

Mittlerweile gibt es einige Apps die das Handyverhalten aufzeichnen können und dem Nutzer am Tagesende genau sagen können, wie viele Stunden er am Smartphone verbracht hat. Beispiel Apps dafür sind unter anderem:

  • Screen Time
  • Quality Time
  • Telefonnutzung
  • Checky

Diese Apps sind auch für die Erwachsenen nicht uninteressant. Denn wenn man dem Kind schon auf die Finger schaut, kann man natürlich auch sein eigenes Internetverhalten überprüfen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Dein vertbaudet Team

 

 

 

 

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geschrieben von
mehr von Naoma Clark

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